U13 mit Sieg und Niederlage aus Berlin zurück

Mit ungewöhnlichen Anstoßzeiten vor den Augen, dem Schlafanzug im Gepäck und sich der schwierigen Aufgabe bewusst, startete die U13 am Samstag nach Berlin. Aufgrund des Spiels der LK2 gegen die SG OSC Berlin/Salle Bulls, war der Kader sehr ausgedünnt und der Mannschaft war klar, dass schwere Spiele bevorstehen.
 
Mit den Eisbären wartete der Tabellenführer auf die Thüringer und 11 Siege bei nur einer Niederlage sind eine klare Aussage an die Gäste. Diese waren aber nicht bereit die Punkte kampflos in Berlin zu lassen und starteten super ins Spiel. Mit hoher Geschwindigkeit, schnellen Pässen und einem guten Drang zum Tor, gelang es, die Berliner unter Druck zu setzen. Somit ging man mit 2:1 in die Pause und der Heimmannschaft wird dieses ungewöhnliche Gefühl nicht geschmeckt haben. 
 
Da werden die Berliner Reaktionen zeigen, dachten die Gäste auf der Bühne, mussten aber weiterhin erstaunt zuschauen, wie die Jungdrachen weiter ihr Spiel auf- und mit 4:1 wegzogen. Zwar gelang es dem Nachwuchs aus der Bundeshauptstadt auch zwei Tore im 2. Drittel zu erzielen, die Führung Erfurter hielt aber noch.
 
„Im letzten Drittel haben wir vermehrt Fehler gemacht, welche zu Gegentoren führten. Berlin hat im 3. Abschnitt verdient besser gespielt, was den Sieg rechtfertigte.“, berichtete Christian Grosch. Mit 8:4 mussten sich die Young Dragons am Ende geschlagen geben, konnten aber stolz auf ihre Leistung sein.
 
Die Übernachtung danach im Hotel ist natürlich immer ein Highlight für die Jungs, aufgrund des späten Spielbeginns am Sonntag hatten die Verantwortlichen aber noch eine andere Überraschung eingeplant. Gemeinsam besuchte das Team das berühmte Technikmuseum und konnte auf diese Weise den Mannschaftsgeist etwas stärken.
 
Das zweite Spiel an diesem Wochenende wurde in veränderter Aufstellung begonnen. Die Young Dragons starteten wie am Vortag und der Gastgeber wird sich das eine oder andere mal gewundert haben, wie konsequent die Thüringer ihr Spiel durchzogen. Nach den Lehren des vorherigen Tages suchte man die Entscheidung früher und die Statistiker werden eine Weile suchen müssen, um ein 0:5 nach dem 1. Drittel gegen die Eisbären zu finden.
 
Der Trainer der Erfurter wird in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, um Übermut und Lässigkeit einzufangen. So gelang es den Gästen den Mittelabschnitt ausgeglichen zu gestalten und nach dem 0:6 konnte auch das 1:6 den Gastgebern keinen entscheidenden Auftrieb geben. In der 2. Pause sollte man sich erneut auf Berliner Seite einiges vorgenommen haben.
 
Das sahen die Young Dragons aber naturgemäß anders und spielten konsequent den Matchplan durch. Mit dem 1:9 für die jungen Drachen in der 57. Minute war die Überraschung perfekt. „Wir waren die bessere Mannschaft und der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“, ließ der Trainer verlauten und auch das kommt bestimmt nicht so oft vor bei den Eisbären. Der Treffer zum 2:9 kurz vor Ende, korrigierte die Topleistung der Erfurter nur kosmetisch.
 
Am kommenden Wochenende stehen, mit den Spielen gegen die beiden Dresdner Mannschaften, weitere schwere Aufgaben für die Erfurter an. Bestimmt hat man in Sachsen aber das Berliner „Beben“ auch mitbekommen und wird sich versuchen auf die spielstarken Jungs aus Erfurt einzustellen.