U20 quo vadis? Lautet die Frage nach dem Wochenende gegen den ERC Ingolstadt

„Quo Vadis?“ möchte man der U20 der Dresdner Eislöwen in Verbund mit U20 Spieler der Young Dragons hinterherrufen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass man als Antwort 18-faches Schulterzucken bekommt. Die Antwort auf eine solche Frage ist natürlich nicht leicht auf dem Niveau wo die Jungs spielen, beschäftigen sollte man sich damit aber doch. Und das letzte Wochenende gegen den ERC Ingolstadt lädt einfach ein zu einem solchen Gedankenspiel.
 
Doch schauen wir zunächst auf die Spiele. Es reiste an, der unmittelbare Tabellennachbar gegen den die Nachwuchsspieler aus Dresden und Erfurt schon gewonnen und verloren hatte. Um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, musste ein optimales Wochenende her, doch das begann nicht gut. 0:1 stand es nach dem ersten Drittel und das, obwohl die Heimmannschaft mehr vom Spiel hatte. Dieser überraschende Zwischenstand wurde dann im zweiten Abschnitt auf 0:2 erhöht und so mancher wird sich gefragt haben, warum unsere Nachwuchsspieler ihre Chancen nicht in Tore verwandeln können. Und wie schon so oft in dieser Saison kam im 3. Drittel das Erwachen und die Dresdner Jungs schafften den Anschluss. Gegen einen Gegner dieser Klasse ist es dann aber nicht so einfach, das Spiel zu drehen und so konterte der ERC Ingolstadt mit zwei weiteren Toren und stellte das Endergebnis her. Neben der obligatorisch schlechten Chancenverwertung schätzt Justus ein: „Wir haben nicht gut zusammengespielt. Wir waren keine Mannschaft und haben dadurch kein gutes Spiel gemacht.“
 
Was sich am Sonntag ändern sollte. „Nach der schlechten Teamleistung am Samstag waren wir Sonntag viel schneller und kompakter. Das war schon eher unser Spiel.“, ergänzte Justus zum Vortag. Und aus dieser Einschätzung kann man dann auch das Ergebnis würdigen. 0:1 nach dem ersten Drittel. Das Tor fast zur selben Zeit wie am Vortag. Alles wie gestern, konnte man aus der Ferne denken. War es aber nicht. Dresden/Erfurt gleicht in der 30. Minute aus und schafft damit, was am Tag zuvor nicht gelang, früher wach werden. Im dritten Abschnitt dann die Führung für Dresden, aber noch 16 Minuten auf der Uhr. Die konnte gut abgearbeitet werden. „Aber wir und unsere Chancen…“, fasste Justus die letzten Minuten zusammen. Und dann kam natürlich was nicht kommen sollte. Der Ausgleich in der 55. Minute und die Over Time. „Da waren wir richtig gut. Wir hätten das Spiel entscheiden können.“, hörte man ernüchternd aus Dresden. Dann kam das Shoot-Out und damit die versagenden Nerven. Der ERC Ingolstadt gewann und nahm somit auch diesen Sieg mit in die Heimat.
 
Kommen wir abschließend zur Anfangsfrage. Wo geht es hin mit den U20 Spielern? Zum Glück spielt der Spielplan etwas mit. Nach dem 1:5 Punkte Wochenende geht es zum Tabellen Vorletzten Riesersee und danach gegen den Drittletzten aus Iserlohn. Da könnten sich die Spieler wieder etwas Mut holen, den man bräuchte, wenn man wieder oben mitspielen möchte. Oder man kann sich auch klanglos durch die Spiele hangeln und sich einfach in der Mitte der Tabelle sonnen. Auch sowas muss ja erlaubt sein. Die Antwort auf die Frage des Weges können nur die Spieler selbst geben und wir sind darauf gespannt.